Käte Hamburger Kolleg „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“

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ikgfDas vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte  Käte Hamburger Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“ hat unter der Leitung des Religionswissenschaftlers Prof. Dr. Volkhard Krech zum April 2008 seine Tätigkeit aufgenommen. Das Kolleg umfaßt 28 Einzelprojekte mit 49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 13 Fächern; zur Internationalisierung des Forschungsvorhabens werden im Rahmen des Kollegs jährlich bis zu zehn Fellowships vergeben.

In Zusammenarbeit mit der Religionswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angrenzender Disziplinen, darunter Sinologie, Japanologie, Koreanistik, Indologie, Islamwissenschaft, Judaistik, Evangelische und Katholische Theologie, Klassische Philologie und Geschichtswissenschaften, die Dynamiken der Formation und Verbreitung von Religionen, die wechselseitigen Durchdringungen religiöser Traditionen sowie deren Verdichtungen in den komplexen Gebilden der sogenannten „Weltreligionen“ im euro-asiatischen Raum. Besondere Aufmerksamkeit gilt relationalen Konstellationen in der Emergenz des religiösen Feldes. Unter dieser Prämisse lassen sich die geographisch ausgedehnten kulturellen und religiösen Traditionsgeflechte als Konglomerate fortgesetzter Orientierungs- und Austauschprozesse beschreiben.

In methodischer Hinsicht wird im Internationalen Kolleg die materiale mit der systematischen Religionsforschung sowohl in synchroner als auch in diachroner Perspektive kombiniert. Entsprechend ist die Arbeit einerseits in historische Themenfelder strukturiert, welche die Formation, Expansion und Globalisierung religiöser Traditionen sowie die historische Entwicklung ihrer spezifischen Terminologie fokussieren, andererseits werden wiederkehrende analoge religiöse Phänomene wie „Geheimnis“ oder „Reinheit“ mit ihren unterschiedlichen Integrations-, Zuschreibungs- und Ausschließungsverfahren als Attraktoren religiöser Vergemeinschaftung untersucht. Beide Ansätze ergänzen sich in den komparativen Fragestellungen nach religiösen Semantiken und der Herausbildung religiöser Grundbegriffe.

Zu der wissenschaftlichen Zielsetzung des Kollegs gehört auf der Basis des relationalen Ansatzes die Erarbeitung einer systematischen Typologie von Religionskontakten sowie einer übergreifenden Theorie des Religionstransfers, die sowohl den Wechselwirkungen interreligiöser Impulse als auch der Dynamik intrareligiöser Auseinandersetzungen Rechnung tragen sollen.

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bmb


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